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Die korrekte Ausrichtung des Taiji-Symbols (Yin und Yang)


Das Tai Ji ist wahrscheinlich das wichtigste Feng Shui-Konzept überhaupt. Und nichts irritiert einen traditionell ausgebildeten Feng Shui-Berater mehr als ein falsch benutztes und umgedrehtes Tai Ji-Symbol. -- Der Herausgeber

 

Dies ist das berühmte Tai Ji- oder Yin-Yang-Symbol, welches viele der Grundideen des Taoismus repräsentiert (einige werden weiter unten erläutert). Dennoch taucht häufig die Frage auf: Wie soll dieses Symbol dargestellt werden?

 

Schaut man sich die vielen Veröffentlichungen in Büchern, Zeitschriften, Internetseiten etc. an,

findet man schnell eine ganze Reihe verschiedener Ausrichtungen des Tai Ji, wie hier gezeigt:

Welche Darstellung ist die korrekte? Gibt es überhaupt eine korrekte Darstellung? Um dies zu beantworten, muß man erst herausfinden, was das Tai Ji repräsentieren soll. Die folgenden Abschnitte zeigen einige der Bedeutungen, die dem Symbol innewohnen.

 

Yin und Yang

 

Yin steht für das Dunkle, das Kalte, das Weibliche, das Introvertierte, das Passive, dargestellt durch den schwarzen Teil. Yang steht für das Helle, das Warme, das Männliche, das Extrovertierte, das Aktive, dargestellt durch den weißen Teil. [Anmerkung: Oft wird angenommen, dies würde bedeuten, daß Frauen passiv sein sollten. Das ist völliger Unsinn.]

 

Das Tai Ji-Symbol bedeutet, daß alles im Universum ("Die zehntausend Dinge" des Dao De Jing (Tao Te Ching)) sowohl Licht als auch Dunkelheit enthält. Dies sind komplementäre, sich ergänzende Aspekte, keine Aspekte, die miteinander im Widerspruch stehen. Die zwei kleinen Punkte in jedem Bereich zeigen, daß Yin den Samen von Yang enthält, und Yang enthält den Samen von Yin.

 

Die Lebenszyklen
Ein großer Teil der taoistischen Philosophie basiert auf der Idee, daß sich alles in wieder-
kehrenden Zyklen bewegt - die Jahre, die Monate, die Jahreszeiten, sogar das Menschenleben selbst. Diese Zyklen werden vom Kreis des Tai Ji selbst repräsentiert, und der Fluß der Zeit wird angezeigt durch die Art und Weise, wie sich der Yin- und der Yang-Bereich auf ihrem Weg durch das Symbol vergrößern und verkleinern.

 

Die Jahreszeiten
Die vier Jahreszeiten - Frühling, Sommer, Herbst und Winter - sind nicht nur Teil der Zyklen, sondern auch mit Yin und Yang verbunden.

 

 Frühling

 die Zeit neuen Wachstums

 anwachsendes Yang

 Sommer

 die Zeit der größten Hitze

 größtes Yang

 Herbst

 wenn sich das Jahr abkühlt

 anwachsendes Yin

 Winter

 die kälteste Zeit

 größtes Yin

 

Im Tai Ji-Symbol werden die Jahreszeiten den dementsprechenden Bereichen von Yin und Yang zugeordnet:

 

Die chinesischen Kompaßrichtungen
Wie der westliche Magnetkompaß basiert auch der chinesische Kompaß auf den vier Hauptrichtungen - Norden, Süden, Osten und Westen. In der chinesischen Philosophie wird jeder Richtung eine Jahreszeit zugeordnet::

 

 Osten

 zum Frühling

 die Zeit neuen Wachstums

 Süden

 zum Sommer

 die Zeit der Wärme

 Westen

 zum Herbst

 die Zeit der Kühle

 Norden

 zum Winter

 die Zeit der Kälte und des Schnees

 

Das Tai Ji-Symbol wird durch die Jahreszeiten den Himmelsrichtungen zugeordnet:

Im alten China wird der Süden als die Hauptrichtung angesehen und auf Landkarten und Diagrammen oben angeordnet, während in Europa oben auf den Landkarten der Norden steht.

 

Die Ausrichtung des Tai Ji-Symbols

Wenn wir uns darüber einig sind, daß das Tai Ji eine Repräsentation aller oben genannter Aspekte darstellt - Yin und Yang, den Kreislauf der Jahreszeiten und die Himmelsrichtungen, dann gibt es nur eine "korrekte" Ausrichtung des Tai Ji, wie hier abgebildet. Jede andere Darstellung zeigt zwar Yin und Yang, drückt aber nicht die Philosophie hinter dem Symbol aus.


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